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Großbritannien setzt auf Fintechs bei neuen Transparenz-Richtlinien für Banken

 

Die britische Wettbewerbsbehörde CMA (Competition and Markets Authority) hat vergangene Woche die Einführung einer neuen Transparenz-Richtlinie für Finanzinstitute in Großbritannien bekannt gegeben, wie die Nachrichtenagentur Reuters UK berichtet (den Originalartikel von Reuters finden sie hier). Ab 2018 müssen Banken und andere Finanzinstitute ihre Kundendaten mit bestimmten Dritten teilen, die dann zeigen dürfen und sollen, wieviel Geld Kunden bei anderen Anbietern hätten sparen können. Aus den Ergebnissen eines Berichts der Wettbewerbsbehörde, dessen Ergebnisse ebenfalls vergangene Woche veröffentlicht worden, bezahlen britische Bankkunden mehr für Bankdienstleistungen als notwendig wäre.

 

 

Geht es nach den britischen Behörden sollen Fintechs bei der Umsetzung der neuen Transparenz-Offensive eine zentrale Rolle spielen. Junge Fintech Startups könnten zum Beispiel Apps entwickeln, welche die relevanten Daten aufbereiten und dem Kunden das persönliche Vergleichsergebnis aufzeigen. Ein weiterer denkbarer Weg wäre, dass Fintech Unternehmen ihr Technologie-Knowhow einsetzen und Online-Plattformen entwickeln, die Kundendaten nutzen und Einsparpotentiale aufdecken und die Ergebnisse für die Bankkunden aufbereiten. Die Deadline bis zur Umsetzung wurde bewusst erst auf das Jahr 2018 terminiert. Diese lange Vorlaufzeit könnte der Fintech-Branche einen Schub geben, weil sie bis dahin genügend Zeit hätten entsprechende Lösungen zu entwickeln, bis zur Umsetzung der Richtlinie zur Marktreife zu führen und direkt zum Start ansprechende Fintech-Apps und Plattformen anbieten zu können. 

 

 

Dass britische Regierungsbehörden der Fintech-Branche eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der neuen Transparenz-Anforderungen zusprechen, kommt in der momentanen Situation nicht überraschend. Seit der Brexit-Entscheidung der Briten geht zunehmend die Angst in Londoner City um, dass man den Status als führende europäische Fintech-Metropole verlieren könnte und führende Fintech-Startups Großbritannien den Rücken kehren. Andere Großstädte, wie beispielsweise auch Berlin und Frankfurt bemühen sich bereits aktiv um britische Fintechs und rühren die Werbetrommel für den Fintech-Standort Deutschland

 

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© Sascha Günnel

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