Bitbond - erstes Blockchain-Startup mit BaFin-Lizenz

 

Das Startup Bitbond wurde 2013 gegründet und ist im Bereich P2P-Lending aktiv. Bitbond ist global in mehr als 120 Ländern aktiv und hat nach eigenen Angaben mehr als 40.000 Nutzer weltweit. Das Startup bringt über seine Plattform Kleinunternehmer und Anleger zusammen und vermittelt Kredite in der Kryptowährung Bitcoin. Wie das Unternehmen nun bekanntgegeben hat, wurde Bitbond eine offizielle Lizenz der deutschen Finanzaufsichtsbehörde BaFin erteilt.

 

 

Bitbond ist damit das erste Startup mit eigener BaFin-Lizent in Deutschland, dessen Geschäftsmodell auf der allgegenwärtigen Blockchain-Technologie beruht. Da es bisher keine Referenzbeispiele oder Erfahrungen mit der Blockchain im Zusammenhang mit dem Bankgeschäft gab, waren entsprechend viele Fragen zu klären und der Genehmigungsprozess hatte viel Zeit in Anspruch genommen. Bereits 2013 sei das Unternehmen erstmal an die BaFin herangetreten. Neben dem eigentlichen Erlaubnisantrag nahm insbesondere die regulatorische Einordnung der Blockchain- und Bitcoin-Thematik lange Zeit in Anspruch.

 

Die Erteilung einer eigenen BaFin-Lizent ist für viele Startups in der Fintech-Branche von enormer Bedeutung, sei es bei der Vermittlung von Krediten, dem Anbieten von Konten oder Zahlungsdienstleistungen. Wenn ein Fintech-Unternehmen keine Lizenz der Aufsichtsbehörde hat, ist es ihm verboten Bankgeschäfte zu tätigen, in diesem Fall müsste stets eine Partnerschaft mit einer "echten" Bank (das heißt einer Bank, die im Rahmen ihrer Vollbanklizenz die Erlaubnis hat entsprechende Bankgeschäfte zu tätigen) eingegangen werden. Dies reduziert einerseits die eigene Flexibilität und ist andererseits mit Provisionen und Gebühren an die Partnerbank verbunden.

 

 

Radoslav Albrecht, Gründer und CEO von Bitbond, betont vor allem die geographische Unabhängigkeit, die das Unternehmen durch die BaFin-Lizenz gewonnen habe. Wenn ein Fintech mit einer Partnerbank kooperiert, geht damit auch eine gewisse geographische Abhängigkeit einher, da man nur in den Ländern aktiv am Markt auftreten kann, in denen der Kooperationspartner selbst vertreten ist beziehungsweise eine Lizenz besitzt. Gerade bei jungen Fintech-Startups, die ihr Geschäftsmodell zügig skalieren und international ausrollen wollen, kann dies ein entscheidender Nachteil gegenüber der dynamischen Wettbewerbslandschaft sein.

 

 

CEO Albrecht ist nicht zu unrecht stolz auf die BaFin-Lizenz. Als einziger lizensierter Anbieter im Bereich P2P-Lending, der Transaktionen auf Basis von Bitcoin beziehungsweise der zugrundliegenden Blockchain-Technologie anbietet, kann man mit regulatorischer Sicherheit bei den potentiellen Anlegern punkten und etwaigen Vorbehalten bei der Beteiligung an Krediten über eine Fintech-Plattform entgegenwirken.

 

Bildquelle: Bitbond

 

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© Sascha Günnel

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